Nachhaltigkeitsziel 14: Leben unter Wasser

Nachhaltigkeitsziel 14: Leben unter Wasser
Foto/Copyright: Peter Verhoog

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Am 28. Februar fand an der Kieler Universität ein großer BNE-Kongress für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte statt. In mehr als 30 Workshops zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen haben sich die Kinder und Jugendlichen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgetauscht und diskutiert. In den nächsten Wochen wollen wir mit Euch tiefer in diese Nachhaltigkeitsziele eintauchen und Euch exemplarisch zeigen, welche Forschungsprojekte oder Angebote es in Kiel zu den einzelnen Themen bereits gibt. Außerdem freuen wir uns auf Eure Ideen zum Thema.

Der Forschungsschwerpunkt Kiel Marien Science (KMS)

Die Meeresforschung hat in Kiel eine lange Tradition. Mit dem GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung beherbergt die Landeshauptstadt eines der bekanntesten meereswissenschaftlichen Forschungsinstitute und auch an der Kieler Universität spielen die Meereswissenschaften als einer von vier Forschungsschwerpunkten eine herausragende Rolle. Als organisatorische Einheit bildet das Zentrum für interdisziplinäre Meereswissenschaften an der CAU, Kiel Marine Science (KMS), eine Plattform für Forscherinnen und Forscher verschiedener Fachbereiche, die sich mit den Meeren und seinem Einfluss auf die Menschheit beschäftigen. Dabei arbeiten insgesamt 41 Forschungsgruppen an sieben Fakultäten und 18 Instituten zusammen. Vertreten sind beispielsweise die Fachbereiche Klimaforschung, Küstenforschung, Physikalische Chemie, Botanik, Mikrobiologie, Mathematik, Informatik, Ökonomie oder auch Rechts- und Sozialwissenschaften.

Noch mehr über den Forschungsschwerpunkt KMS erfahrt Ihr hier.

Bedrohungen für Meeressäuger

Der zu den Meeressäugern zählende Schweinswal ist die einzige Walart, die in der Ostsee vorkommt. Tausende dieser Wale endeten in den letzten Jahren als Beifang in der Stellnetzfischerei. Dennis Brennecke aus der Kieler Forschungswerkstatt möchte in seiner Promotion herausfinden, warum dies so ist. Dazu untersucht er einen Langzeitdatensatz zu Beifängen aus der südwestlichen Ostsee. Insbesondere schaut er, welche Faktoren eventuell eine wichtige Rolle für den Beifang spielen, ob es regionale Unterschiede gibt oder ob verschiedene Umweltbedingungen wie Wind, Niederschlag oder den Mondzyklus die Beifänge eventuell beeinflussen.

Ergänzend untersucht Dennis in seiner Forschung auch, wie Schweinswale auf akustische Warnsignale durch Pinger reagieren. Diese werden an Stellnetzen befestigt und sollen die Meeressäuger so von ihnen fernhalten. Um herauszufinden was passiert, wenn die Wale einen Pinger hören hat Dennis im vergangenen Jahr zwei Monate lang Drohnenaufnahmen von den Tieren gemacht, die er derzeit noch final auswertet.

Die Anatomie des Schweinswals könnt Ihr in diesem 3D-Modell entdecken, die innerhalb des EU-Projektes Marine Mammals Science Education entstanden ist.

 

Werdet selbst zu Meeresforscherinnen und -forschern

Ihr wollt selbst einmal erforschen, welchen vom Menschen gemachten Gefahren beispielsweise Meeressäuger unter Wasser ausgesetzt sind oder wie die Ostsee der Zukunft aussieht? Dann besucht gemeinsam mit Eurer Schulklasse das ozean:labor der Kieler Forschungswerkstatt. Hier gibt es verschiedene Angebote zu meereswissenschaftlichen Themen für Kinder und Jugendliche ab der 3. Klasse. Oder Ihr nehmt am Citizen Science Projekt Plastikpiraten teil und sammelt Daten für die Wissenschaft. Wie das geht, erfahrt Ihr im Video. Mehr über Citizen Science, die sogenannten Bürgerwissenschaften, erfahrt Ihr im morgigen Beitrag zum Nachhalltigkeitsziel 15.

Weitere Infos zu den Plastikpiraten sowie die Aktionsmaterialien zum Download gibt es hier.

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