Nachhaltigkeitsziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Nachhaltigkeitsziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Copyright: Silja Klepp

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Am 28. Februar fand an der Kieler Universität ein großer BNE-Kongress für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte statt. In mehr als 30 Workshops zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen haben sich die Kinder und Jugendlichen mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgetauscht und diskutiert. In den nächsten Wochen wollen wir mit Euch tiefer in diese Nachhaltigkeitsziele eintauchen und Euch exemplarisch zeigen, welche Forschungsprojekte oder Angebote es in Kiel zu den einzelnen Themen bereits gibt. Außerdem freuen wir uns auf Eure Ideen zum Thema.

Soziale Dynamiken in Küsten- und Meeresgebieten

Im Beitrag zum Nachhaltigkeitsziel 10 haben wir Euch ja bereits einen Einblick in die Forschung von Marius Hübler und seinen Workshop beim BNE-Kongress gegeben. Hier hat er mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert, was globale Ungleichheit mit Klimagerechtigkeit zu tun hat. Heute wollen wir Euch die Forschung der Arbeitsgruppe „Soziale Dynamiken in Küsten- und Meeresgebieten“ am Geographischen Institut der Uni Kiel, der auch Marius angehört, ein wenig vorstellen.

Das Team um Professorin Silja Klepp beschäftigt sich mit Mensch-Umwelt Beziehungen im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der AG untersuchen mit Perspektiven der Politischen Ökologie, kritischer Sozialtheorie und postkolonialen Ansätzen Themen wie die Folgen des Klimawandels, Ressourcenkonflikte oder innovative und emanzipatorische Strategien für Umweltmigrantinnen und -migranten. Welche Forschungsfragen dies beispielsweise beinhaltet, könnt Ihr hier nachlesen.

EnJust Netzwerk für Umweltgerechtigkeit

Die Umwelt- und Klimakrise wirft neue Verteilungs- und Gerechtigkeitsfragen auf, die nicht einfach zu beantworten und nur unter Beteiligung der Gesellschaft zu lösen sind. Um den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu fördern, wurde 2018 am Geographischen Institut das EnJust-Netzwerk initiiert. Zu den meist wissenschaftlichen Gründungsmitgliedern zählen neben Geographinnen und Geographen auch Rechtswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Philosophinnen und Philosophen sowie und Politikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Im Juni 2019 organisierte die Gruppe eine internationale Konferenz zum Thema Umweltgerechtigkeit in Kiel. Die Teilnehmenden aus 14 Ländern diskutierten zum Beispiel, wie sich ein gerechterer Umgang mit Umweltkrisen erreichen lässt oder welche Dimensionen von Gerechtigkeit davon berührt werden bzw. welche unterschiedlichen Gerechtigkeitskonzepte sich dabei gegenüber stehen. Außerdem fand im Rahmen der Veranstaltung eine Ausstellung mit Fotos der Hamburger Fotografin Barbara Dombrowski statt. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der gelebten Wirklichkeit des Klimawandels. Großformatige Portraits und Alltagsszenen aus Kiribati, dem Staat in Ozeanien, dessen Inseln unmittelbar vom Meeresspiegelanstieg bedroht sind, geben dem ansonsten abstrakten Phänomen des Klimawandels ein menschliches Antlitz, ohne dabei die Menschen als Opfer zu zeigen. Weitere Einblicke in die Ausstellung mit Texten von Silja Klepp findet Ihr hier.

Gerechtigkeit spielt eine große Rolle im Zusammenhang mit der Umwelt- und Klimakrise
Copyright: Barbara Dombrowski
Nachhaltigkeitsziel 16: Gerechtigkeit
Copyright: Barbara Dombrowski

Und wenn Ihr noch ein bisschen tiefer in das Thema Umweltgerechtigkeit eintauchen und mehr über die sozialen Folgens des Klimawandels erfahren möchtet, dann schaut Euch das folgende Video vom March of Science 2019 in Kiel an.

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